Riesenbärenklau
Foto: Rudi Reis (Hainfeld)

In 76835 Hainfeld wurde am Ufer des Modenbachs an der Karl-Stein-Straße der giftige Riesen-Bärenklau entdeckt.
Der oder die Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum Sommier & Levier, Syn.: Heracleum giganteum Hornem.), auch Bärenkralle, Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist eine zwei- bis mehrjährige, wenn unbeeinflusst einmalblühende (hapaxanthe) krautige Pflanze, also keine Staude. Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus und ist in Europa und Nordamerika ein invasiver Neophyt. Der Riesen-Bärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen aus der Gruppe der Furocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht oder auch stärkerem Lampenlicht phototoxisch wirken. Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen erscheinen (Photodermatitis). Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.

Der Riesen-Bärenklau wurde 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Die Gefahr, die vom Riesen-Bärenklau ausgeht, ist der Gefahr des Eichen-Prozessionsspinners einzustufen.

Wer solch eine Pflanze sieht bitte dringend den örtlichen Umweltbehörden der Stadt melden. Es ist die Riesenbärenklau ein Neophyte und giftig. Danke. Bitte teilen damit sie sich nicht weiter ausbreitet und einheimische Pflanzen verdrängt. !!!!! NICHT BERÜHREN!!!!!!!”

Das Gift kann auch sehr rasch durch die Haut eindringen und verursacht

  • ein brennen im Mund,
  • einen erhöhten Speicherfluss,
  • Schluckbeschwerden,
  • Lähmung der Zunge,
  • starkes Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Schweißausbrüche
  • Bei tödlichen Dosen beginnt aufsteigende Lähmung in den Füßen, die sich über den ganzen Körper fortsetzt. Der Tod kann schon nach 30 Minuten durch Atemlähmung erfolgen. Der Patient ist dabei meist bei vollem Bewusstsein.

Zusatzinfo: Diese Pflanze ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen sowie für Vögel stark giftig.